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Konzertreise nach Mallorca

Konzert in der Kathedrale von Palma

Nachdem der Chor in diesem Jahr bereits einen Höhepunkt seiner Geschichte feiern durfte, stand nochmals ein Event ins Haus. Die Konzertreise nach Cala Millor auf der Insel Mallorca.

Wie immer eine absolute Leistung der Organisation von Jochen Adrian zusammen mit Borgmann-Reisen, denen wir bereits in Wien 2005 unser Vertrauen schenkten.

Am 18.10.07 ging es dann gemeinsam mit dem Bus zum Flughafen. Die Zeit bis zum Abflug verbrachten wir mit Kaffeetrinken, Angst bekämpfen und Vorfreude auf die Reise. Es ging alles glatt und so landeten wir pünktlich auf dem Flughafen von Palma de Mallorca. Ein Flughafen zum Verlaufen, aber wir haben alle unser Gepäck gefunden und Rotraut, die Reiseleiterin für diese Zeit, fand auch uns. Eine äußerst sympatische und fröhliche Frau.

Noch am Nachmittag genossen wir die Stadt Palma bei einer Stadtrundfahrt und einer kurzen Pause an der Kathedrale, um sich schon mal auf die „Ruhe“ der Kellner in Spanien vorzubereiten (das erlebten wir jedes mal in den Restaurants – man musste ziemlich viel Geduld aufbringen, aber wir hatten ja Urlaub).

Im Hotel in Cala Millor angekommen nahmen alle von ihren Zimmern Besitz und wir trafen uns dann zum Abendessen und erster Probe für den Auftritt am nächsten Tag im Kloster Lluc in Soller.

Nach dem Frühstück am Freitag ging es dann zur Fahrt in das Kloster Lluc. Dieses Kloster war ursprünglich ein reines Jungeninternat. Die Umstände der modernen Zeit jedoch erfordert auch hier ein Umdenken und so ist es heute ein Internat mit gemischten Sängerkindern, die 2x am Tag in ihrer blau-weißen Tracht die schwarze Mutter Gottes mit Gesang huldigen. Es war sehr ergreifend, dass wir hier die Gunst erhielten, in der vollbesetzten Kirche in diesem Kloster unser erstes Konzert zu singen.

Nach dem Konzert ging es dann mit dem Bus weiter durch den Norden von Mallorca mit seinen unendlich vielen einzigartigen Olivenhängen, Schluchten und engen Straßen nach Soller, wo wir dann mit der Straßenbahn hinunter zum Hafen Port de Soller fuhren und ein wenig Freizeit zum Bummeln und Genießen hatten.

Samstag stand am Vormittag die Besichtigung der Drachenhöhle auf dem Programm. Eine sehr imposante Höhe mit phantastischen Gebilden aus Stalakmiten und Stalaktiten und dem größten unterirdischen See Europas. Was wir dann erlebten, war schlichtweg gänsehauttauglich und für mich einer der emotionalsten Momente dieser Reise. Ein Trio bot ein wirklich schönes Konzert auf beleuchteten Booten dar. Auch hier haben wir die Akkustik mit Gesang getestet. Ein Ambiente erster Güte.

Zurück zum Hotel fuhren wir über Porto Christo – einem kleinen Fischerort, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Nachdem wir unser Mittagessen im Hotel genossen hatten, hieß es für viele AB INS MEER oder FAULENZEN AM POOL. Am Nachmittag probten wir dann für den abendlichen Auftritt in der Kirche von Son Severa, wo wir zusammen mit dem mallorquinischen Partnerchor ein Konzert gestalteten. Die Aufregung war riesig und doch hat Tobias Horschke hier seine Feuertaufe bestanden. Die Gäste und die Sängerinnen und Sänger des Partnerchores waren von unseren Liedern begeistert und luden uns dann nach dem Konzert zu einer heißen Schokolade und Krapfen ein. Wenn auch einigen der Magen ziemlich tief hing, so löst doch Schokolade immer Glücksmomente aus.

Sonntag, der Tag, an dem wir in der Kathedrale von Palma die heilige Messe mitgestalten durften. Da sich unser Auftritt um eine Stunde verschob, nutzte Rotraut die Gelegenheit, uns die Ostküste von Mallorca mit seinen malerischen Dörfern und Ebenen zu zeigen. Städtchen wie Cala Dior laden unwillkürlich ein, wieder einmal dieses Land zu besuchen. Auch wenn in der Ebene eines der Dörfer früher von den Piraten dreimal komplett ausgeraubt wurde und die Frauen an den Harem verkauft wurden, Männer und Kinder zum Arbeiten eingeteilt wurden – und Renate diese Lösung äußerst praktisch fand – siedelten sich die Menschen wieder an.

Das Konzert in der Kathedrale war zwar vom Umfang her von den Geistlichen sehr eingekürzt, Tobias hatte es jedoch geschickt gelöst und wir konnten ein wirklich tolles Konzert geben. Es war ergreifend für alle, denke ich, in diesem Rahmen zu singen. Einfach der Höhepunkt dieser Reise.

Danach ging es auf die Eselsfinca, wo alle Anspannung abfiel und nach einem mallorquinischen Essen die Sonne und der Wein eine so phantastische Stimmung aufkommen ließ, dass unser junger Chorleiter aus dem Staunen gar nicht mehr herauskam. Was dieser Chor so alles auf Lager hat, das hat auch Rotraut fasst umgehauen. Tolle Gesänge, russische Tänze von Moni und Renate und sogar Dornröschen Isolde wurde von dem jungen Prinzen Tobias wachgeküsst.

So beschwingt ging es dann auch zurück ins Hotel mit einer Polonaise vom Bus bis in den Speisesaal.

Viele der Gäste im Hotel waren von unserem Gesang so begeistert, dass sie immer wieder nach dem Konzert im Hotel fragten. Spontan entschieden wir dann, am Montagabend im Hotel noch ein zusätzliches Konzert zu geben.

Der Montag war dann zur freien Gestaltung vorgesehen. Viele nutzten nochmals die Sonne aus und verbrachten einen Tag am Meer oder bummelten einfach durch Cala Millor und genossen die Sonnenstrahlen bei Kaffee oder Sangria in den vielen Strandbars an der Promenade. Am Abschlussabend dann wurde kräftig gefeiert, das mallorquinische Maskottchen, was aus weißen Socken gebastelt werden sollte, prämiert und natürlich das Konzert für die Hotelangestellten und die Gäste gegeben. Wir hatten sogar so viel Mut, Sun Sun Paloma darzubieten. Mit ein paar kleinen Holper’chen ging es ganz gut. Die strahlenden Augen von unserem Chorleiter sagten uns jedoch, dass wir unseren Weg miteinander gefunden hatten und so wurde es ein heiter beschwingtes Konzert. So beschwingt, dass Tobias sich dann für die schöne Zeit der 150 Jahre Chorbestehen bedankte. Auch Iris Ebert freute sich sehr über den gelungenen Auftritt. Einfach genial.

Und immer wenn es am schönsten ist, heißt es ABSCHIED NEHMEN.

So ging es dann am 23.10.07 mittags wieder ab in Richtung Flughafen Palma und wir mussten mit Schrecken feststellen, dass wir einen Temperaturunterschied von knapp 20 Grad zu meistern hatten. Aber ich denke, es haben alle gut überstanden und ganz besonders Elke Klötzer, die nach dieser Reise nun mit großer Freude mit dem Flieger um die Welt reisen wird.

An dieser Stelle nochmals ein großes Dankeschön an Jochen für diese wunderschöne Reise und wir sind schon ganz neugierig, was er sich als nächstes Ziel ausdenkt.

Helga Hegewald

Das waren die Vorbereitungen für unsere Konzertreise...

Stretchübungen...

18.10.2007 - Es geht los....

19.10.2007 - Auftritt im Kloster Lluc

20.10.2007

21.10.2007 - Konzert in der Kathedrale von Palma

22.10.2007 - Ein freier Tag

Am Strand

Und zu guter letzt noch ein buntes Bilder-Potpourri aus Mallorca